Museum in the Sea

„Orkanartiger Jugo-Wind, ein Sturm braute sich zusammen….“ Im ersten Jahrhundert vor Christus war es bei solchem Unwetter unmöglich, das Horn Planka oder das Horn Diomedes zu umsegeln. Es ist ein mythischer Ort, an dem die Winde Jugo und Bura aufeinanderprallen, mit dem auch der Mythos über die Argonauten verbunden ist und es ist einer der gefährlichsten Navigationspunkte der östlichen Adriaküste. Ein römisches Boot, beladen mit 150 Amphoren gefüllt mit Wein, welche es von Norditalien nach Griechenland transportierte, setzte Anker am letzten großen Ankerplatz in der Rogoznica Bucht Gornji Muli. Für ein Boot mittlerer Größe, überladen mit Amphoren, war selbst die geschützte Bucht nicht sicher. Es kenterte und versank in einer Tiefe von 20 Metern und prallte auf eine Unterwasserklippe und die Ladung wurde in alle Richtungen geschleudert, auf einer Fläche von 13x10m. So sieht in etwa die Rekonstruktion dieser uralten Seekatastrophe aus. Die Lokalität wurde übrigens im Jahr 1998 erkundet und konserviert.
Im Kriegsjahr 1942, während der kalten Januartage, hat ein englisches U-Boot das große italienische Transportschiff Ninuciu versenkt, zwischen dem Leuchtturm Mulo und Velika Smokvica. Das Schiff lag ganze 66 Jahre unerforscht auf dem Meeresboden. Die Unterwasserregion um Rogoznica ist voll von Schiffswracks aus verschiedenen historischen Epochen, und deswegen kann man ohne weiteres sagen, dass wir hier ein einzigartiges Museum in der blauen Tiefe haben, welches sowohl für Forscher als auch für Touristen interessant ist.