STIVAŠNICA

Stivašnica ist eine Ortschaft direkt angrenzend an die Ortschaft Ražanj, und sie ist in der gleichnamigen Bucht gelegen, 12 km südöstlich von Rogoznica in unmittelbarer Nähe des Kaps Planka (Kap Ploča oder Pločica). Wegen der geographischen Lage sind die Strände in Stivašnica überwiegend felsig, teilweise von Betonterrassen umspannt, und einige sind Kiesstrände. Das einwandfrei saubere Meer, die Ruhe und Stille, die Abgeschiedenheit vom Lärm und Gedränge, Unterkünfte in privaten Apartments und Villen der gehobenen Kategorien, von denen fast alle in unmittelbarer Nähe vom Meer gelegen sind, sind die Garantie für einen vollkommen entspannenden Urlaub frei vom alltäglichen Stress.

Für Gäste, welche sich einen aktiveren Urlaub wünschen, gibt es neben den Radwegen auch den Sportplatz für Basketball und Hallenfußball, und die Bocciabahn. In dem benachbarten Ražanj befindet sich im Zentrum ein Gemischtwarenladen, eine Bar, ein Restaurant, eine Informationsstelle neben der sich ein kleiner Marktplatz befindet, mit einem Angebot an saisonalen Früchten, Gemüse und frischem Fisch dieses traditionellen Fischerortes. Auf der Strecke Ražanj-Rogoznica, auf dem Seeweg mit einer Länge von 2 km, fährt während der Sommersaison täglich eine Bootslinie.

Wenn Sie in Stivašnica weilen, sollten Sie auf jeden Fall das Kap Planka besuchen, der am meisten herausragende Teil der Ostküste des Adriatischen Meeres, welcher die Adria geographisch und klimatisch auf die nördliche und südliche Adria teilt. Dies ist der Punkt auf welchem Nordwinde und Südwinde, Tiefdruckgebiete und Hochdruckgebiete, Meeresströmungen heftig aufeinanderprallen. Auf dem Kap brechen die höchsten Wellen des Adriatischen Meeres und hier gibt es die ruhigsten Meeresstillen, die man sich vorstellen kann. All dies erzeugt ein gigantisches Naturspektakel, welches man sich nicht entgehen lassen sollte, da man etwas ähnliches nirgendwo sonst auf der Welt sehen und erleben kann.
Dieses Kap hat eine dramatische Wirkung auf die Witterungsverhältnisse in Dalmatien und besonders im Ort Rogoznica, auf dessen Gebiet wegen des Einflusses des Kaps während der drei Sommermonate nicht mehr als etwa 60 Millimeter Regen fällt, fast drei Mal weniger als in den benachbarten Städten Split und Šibenik.
Das Kap Planka und seine Launen werden in den ältesten erhaltenen Schilderungen der Ostküste der Adria erwähnt. Griechische Seefahrer kannten es unter den Namen das Kap des Diomedes schon vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. Homer lässt in der „Ilias“ erahnen, dass Diomedes selbst, einer der größten Helden der griechischen Mythologie, nach dem Trojanischen Krieg hierher gesegelt ist, und der griechische Historiker Timaios hat schon in 4.jahrhundert v. Chr. die außergewöhnlichen natürlichen Anomalien, welche das Kap auslöst, beschrieben. Seine Beschreibung der Witterungsverhältnisse über dem Kap des Diomedes zählt zu den ältesten Beschreibungen eines meteorologischen Phänomens in der europäischen Kultur. Über das Kap des Diomedes hat im 3. Jahrhundert v. Chr. auch der griechische Gelehrte, Vater der Erdkunde, Astronom und Mathematiker Eratosthenes geschrieben, hier ereignet sich auch eine der wichtigen Episoden der Argonautensage, und im 1. Jahrhundert erwähnt Plinius der Ältere das Kap in seiner „Historia Naturalis“, dem ersten enzyklopädischen Werk der europäischen Kultur.

Die Kirche des Heiligen Johannes befindet sich auf dem Horn Planka, in unbewohnter Felsenlandschaft und ist ein geschütztes Sakralerbe. Sie wurde zu Ehren eines wundersamen Ereignisses gebaut, genau an dem Ort, nahe des Horns Planka, wo, der Legende nach, das Boot in dem sich der Heilige Johannes (Bischoff von Trogir 1062) zusammen mit dem König Koloman befand, Schiffbruch erlitten hat. Der Heilige Johannes von Trogir rettete all Matrosen und die gesamte Fracht indem er wundersam über das Meer schritt wobei nicht einmal seine Füße nass wurden. Die Kirche ist in Richtung Osten – Westen ausgelegt; im Grundriss ist die Form der Kirche rechteckig, mit einer halbkreisförmigen Apsis und vor der Apsis befindet sich ein einfacher Altar mit einer Säule. Die Kirche hat Merkmale der Gotik Stilrichtung, welche sich in der gebrochenen Form des Gewölbes offenbaren, während die massiven Bögen auf die romanische Tradition hinweisen und auf die noch ältere vorromanische Tradition weist die Aufteilung der Wände im Innenraum mit flachen Bögen zwischen den Lisenen hin. Die massive Form, die Wanddicke entsprechen den Gegebenheiten: obwohl die Kirche mehr als zehn Meter vom Meer entfernt ist, erreichen sie die Wellen dennoch, so dass sie den zerstörerischen Auswirkungen des Salzes ausgesetzt ist. Durch ihre Massivität und Rustikalität verschmilzt die Kirche mit den kargen Felsklippen.

***UNTERKUNFT in STIVAŠNICA***